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 | Linda am 14.02.03 um 22:51 Uhr |
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Hallo,
ich habe zwar nichts zur DDR zu sagen, aber ich hätte eine kleine Frage zu dem Film.
Und zwar gibt es die Szene, als Alex ganz zum Anfang wieder aus dem Gefängnis kommt.
Und als er da die Treppen runtergeht, steht hinter ihm ein Mann, der aussieht wie Jürgen Vogel. Die Szene war zwar wirklich sehr kurz, aber er sah ihm doch sehr ähnlich. Also bitte nicht auslachen, wenn ich mich geirrt habe,denn ich möchte einfach nur wissen, ob er das war oder nicht. Vielleicht findet sich ja ein Film-Insider, der da Bescheid weiß.
Danke |
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 | Schalck am Mittag am 14.02.03 um 20:54 Uhr |
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Vielleicht lag das an dem Gesellschaftssystem, das ihm völlig widersinnig vorkam, vielleicht auch an der älteren Generation, die für ihr materielles Wohlergehen immer nur plante und plante, ohne ein Ergebnis vorweisen zu können. Die Haare raufend über Einkommenssteuerformularen oder anderen unbegreiflichen Papieren saß, mit denen die Behörden sie förmlich überschütteten. Menschen, die nachts wach lagen und auszurechnen versuchten, ob das Geld für die Abzahlungen reichen würde, und die gleichzeitig erschreckt über die Zunahme der Arbeitslosigkeit waren. Die sich täglich mit aufputschenden Mitteln vollstopften, um arbeiten zu können, gleichzeitig noch größere Mengen von Beruhigungstabletten nahmen, um abends eine Weile ruhig vor dem Fernseher sitzen zu können, bis es dann Zeit war, die Schlaftabletten zu nehmen, damit man wenigstens einige Stunden lang in einem von Alpträumen begleiteten Schlaf sinken konnte.
Maj Sjöwall/ Per Wahlöö: Der Polizistenmörder; solzialkritischer Kriminalroman, Schweden 1974 (!)
In der Scheisse stecken wir jetzt (2003) auch! An welchen Staat dürfen wir uns demnächst anschliessen, wenn die BRD demnächst endgültig pleite ist??
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 | bassi am 14.02.03 um 19:28 Uhr |
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mal was zu netty, weil ich da grad zufällig drauf gestoßen bin:
also ich bin auch ausm osten, 84er jahrgang, und es mag ja sein, dass ostdeutsche aufgeschlossener und ehrlicher sind als wessi, aber ich finde deine ansichten trotzdem ganz schön konservativ (bestimmt auch so´n cdu-tierchen).ich trage zwar nen roten stern auf der brust und gehe gg. die auswüchse des kapitalismus auf die straße, aber im osten möcht ich trotzdem nicht mehr leben!wie überall hat die realität mit der lehre des sozialismus am ende nicht mehr viel gemein, und die so hoch gelobte erziehung der kinder hat letztendlich zu einer mehr als 40 jahre dauernden unterdrückung, massenverarschung und isolierung geführt.und wenn ich mir das vor augen halte, dann sollte mancher seine worte überdenken.
aber der film ist toll....schöne grüße von einem, der "abgehaun" ist (auch wenn er da noch ganz klein war) |
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 | OSSI - Sandra [PegasusW78@aol.com] am 14.02.03 um 15:37 Uhr |
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Hallo Schalck am Mittag
Über deine Meining von wegen \"Versklavung\" muss ich erst mal lachen.
Du kannst erzählen was du willst, aber ein Satz traf damals hundertprozentig zu. Wer Arbeit wollte der bekam auch welche. Und das ist Fakt. Die die nicht arbeiteten, die wollten auch nicht. Meistens liefen sie damals unter dem Begriff \"asozial\". Es war ja sogar so, das die \"asozialen\" eingesperrt wurden eben weil sie keiner Beschäftigung nachgehen wollten!
Hallo Stefi aus H.
Du hast recht, es gab sicher so einige Sachen die wir Ossis gar nicht so toll fanden, aber eben so gab es auch viele Sachen die einfach genial waren. Als erstes mal, weißt du wieviel DDR Bürger es gab? Und wieviel davon auf die Straße gegangen sind um zu demonstrieren? Das waren weiß Gott nicht alle DDR Bürger.
Und was damals richtig toll war, war das eben jeder Arbeit hatte, man arbeitete und konnte gut davon leben, auch wenn es vielleicht weniger gab als jetzt. Heutzutage ist doch jeder vierte arbeitslos. Und es gibt zwar jetzt alles zu kaufen, aber was bringt es wenn man kein Geld hat um sich die Sachen zu leisten?
Und ansonsten waren auch die sozialen Kontakte ganz anders. Die Menschen waren nicht so mürrisch wie heut zu tage. Es ging jedem REALTIV gut. Und man hat einfach sorgenfreier leben können.
Wie gesagt, jetzt kann ich zwar nach USA reisen, aber kann es trotzdem nicht - weil keine Kohle. Und so ist es mit vielem. Naja, ich hoffe das reicht dir als Erklärung.
Und im übrigen ich fahre auch heute noch Trabi und finde es geil. ;-)
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 | Steffi aus H. (Mit Bitte um Erklärung!) am 14.02.03 um 14:05 Uhr |
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Komisch! Irgendwie begreife ich nicht ganz, wieso so viele der DDR nachtrauern. ,Ich verstehe es nicht. OK! Ich bin auch so ein "ehem. Bürger der BRD" (nettes Wortspiel Dissident). Was ist es eigentlich nun, was die DDR so liebenswert macht? Warum finden so viele Deutsche die DDR noch so super und toll? Und warum sind dann so viele '89 auf die Straße gegangen um gegen diese DDR zu demonstrieren, wenn es doch damals alles so toll war? Ich verstehe es einfach nicht! Ich meine, ich kann heute noch immer "Nudossi" und "Spreewaldgurken" kaufen. Oder Cabinett "Zigretten". Wenn ich will, dann kann ich mir für 250.-EURO einen Trabant kaufen und damit über die Kopfsteinpflaster Ostberlins knattern. War es so toll hinter einer Mauer, ich will es mal vorsichtig ausdrücken, abgekanzelt zu sein von der westlichen Welt. (Frei nach Sonnenallee: Wir können überall hin, überall, Thüringen, Sachsen . . .) War es das Gefühl der Zusammengehörigkeit, welches ohnehin nur aus der Not geboren wurde? (Der eine kennt jemanden, der Kontakte zu jemandem hat, der ein Ersatzteil für meinen Trabcedes besorgen kann...) War es die Zwangsindoktrination über Pioniere, FDJ usw...? Was zum Henker macht die DDR so toll? Erklär es mir einer!!! BITTE! |
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 | K aus B am 14.02.03 um 09:09 Uhr |
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Ich fand den Film sehr, sehr schön.
Er war witzig ohne in Klamauk zu fallen, traurig und liebevoll. Am besten fand ich, daß nicht gewertet wurde, das die Geschichte viele Gesichter der damaligen Schicksale enthalten hat.
Die Schauspieler haben sehr lebendig und überzeugend gespielt und die Musik war einfach nur wunderschön.
Es war ein herrlicher Abend im Kino, lange nicht mehr so ein 'rundes' Kinoerlebnis gehabt - und desweiteren hab ich noch nie das Bedürfnis gehabt, den Machern irgendwas über ihren Film mitzuteilen...
Diese Website hingegen finde ich dann doch etwas kommerzig und übertrieben - paßt überhaupt nicht zur sanften, ehrlichen Stimmung des Films... Klar wollt ihr auch Geld mit dem Film verdienen, deshalb auch die großflächige Werbung überall... Aber ich wär in den Film auch einfach ohne Werbung gegangen, nur weil ich einen Ausschnitt gesehen habe...
Viele Grüße aus Berlin,
k
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 | taube58 am 14.02.03 um 06:59 Uhr |
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den film "sonnenallee" hab ich gesehen und fand ihn einfach wunderbar. ich hoffe, er wird von "good bye, lenin" noch ge-
toppt, obwohl das schwierig werden könnte, ich bin jedenfalls schon gespannt! das
spiel ist mir (als gelernter
ddr-bürgerin) zu einfach gewesen! mein absoluter hit in der ddr war die schlagersüßtafel, sowas kriegt der westen einfach nicht hin!
liebe grüße an alle im heutigen deutschland, lebt euer leben, so gut es geht, wir
haben nur eins, egal, wo wir geboren wurden. |
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 | Adolf Hennecke [djprasse@t-online.de] am 14.02.03 um 00:58 Uhr |
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AN MIEZI, die heute schrieb.
Oh, Miezi, mir kommen die Tränen, wenn ich lese, was Du von Dir gibst!
Dein Text macht den Eindruck, als hättest Du in Deinem Leben weniger DDr als mehr Zeit der Wende erlebt und wenn das stimmt sei ein teil Deines Beitrages verziehen.
Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagst, daß der Osten nach der Wende nicht wirklich nur gewonnen hat, verarscht, verkauft und verprügelt wurde.
Leider sagst Du das nicht.
Ich hätte Dir also Recht gegeben.
Auch hätte ich Dir Recht gegeben, wenn Du geschrieben hättest, daß das keine Wiedervereinigung war, sondern eine Annektion.
Hast Du aber auch nicht geschrieben.
Geschrieben hast Du, daß es in der DDr keine Arbeitslosen gab, ( jedenfalls sinngemäß) und allein das ist schlichtweg falsch. Außerdem hast Du geschrieben, daß jeder im System nützlich war - völlig falsch. Das System stand finanziell vor dem Ende und war bis ins letzte Winkelchen bankrott, weil die diktatorische Führung das Land in Grund und Boden gewirtschaftet haben. Aus Deinem Eintrag geht hervor, daß vieles besser war, in der guten alten DDR - vielleicht ist das in Ansätzen gar nicht falsch. Besser gedacht war auf jeden Fall vieles. Das Recycling hat besser geklappt, ja, aber leider nicht aus Umweltbewußtsein ( die DDR hat so viel Natur unendlich zerstört ), sondern aus Rohstoffmangel.
Die DDR hat drangsaliert, eingesperrt, gefoltert, ausgekapselt und mundtot gemacht, wer diskutieren wollte. Die DDR hat gemordet, ein ganzes Volkskollektiv eingesperrt hinter Gittern und Zäunen, sie bespritzelt und zum Verrat gezwungen, Zwangsadoptionen durchgeführt und die Herren des ZK haben sich unendlich bereichert. Herrn Honecker standen permanent 12 Dienst-VOLVO samt Fahrer zur Verfügung, während das Volk 18 Jahre auf Pappe warten mußte.
Verteufel die Wessis da, wo sie die Ossis verarscht haben und sich bereicherten.
Verteufel sie, wo sie Vorurteile über Ossis abgeben und ich unterstütze Dich.
Aber laß diesen "Früher-war-es-viel-besser-Quatsch".
D ie DDR behauptete, sozialistisch zu sein, berief sich auf Marx und Engels.
Diese hatten aber proklamiert, daß sich eine sozialistische Gesellschaft permanent selbstkritisch kontrolliert und diskutiert.
Das war in der DDR verboten.
Eine gute Chance, gab es, nach dem Krieg eine sozialistische Gesellschaft zu gründen. Viele wollten das, in Rußland z.B. Trotzky ( ermordert durch Stalin ).
in der DDR gab es auch "echte" Sozialisten, - 1945.
Sie wurden verfolgt und umgebracht - angeordnet durch Stalin, ausgeführt durch Ullbricht und Konsorten.
Also komm - lies nach - die DDR war leider nur eine elendige Diktatur mit roten Fahnen.
Glücklich war nur, wer noch zu klein war, um über den Tellerrand zu sehen oder seine Schäfchen ins Trockne gebracht hatte.
ich will nicht sagen, daß man in der BRD jetzt "frei" ist.
Aber deutlich "freier" als in der DDR.
Gruß
J. ( Wessi und DDR-Geschichte-Begeisterter Sozi ) |
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