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 | tommytee am 18.02.03 um 19:42 Uhr |
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also, erstmal zum film; sehr sehenswert, amüsant wie auch mit viel tiefgang. ein freund von mir fand, dass die ddr etwas verklärt und zu nett dargestellt wird.fand ich nicht.gerade das schicksal der mutter, die ihrem mann in den westen folgen sollte, aber um ihre kinder nicht vom staat entzogen zubekommen, dort blieb, zeigt eine grausame vergangenheit der ddr.
um so interressanter ist das forum hier, was nun schlecht und recht im osten war und im westen ist.
ich selbst habe beides, osten wie westen sehr gut erlebt.geboren und aufgewachsen in ostberlin. 1986 mit meiner famile nach west-berlin ausgereist, da war ich 18. und weiter im weten zur schule gegangen. nenne mich gerne einen WOSSI, weile ich beide seiten sehr gut gelebt habe und nachvollziehen kann.
meine jugendzeit, mit meinen freunden war herrlich. solange bis man mit dem system aneckte. und dann war die ddr nähmlich nicht mehr so amüsant.
habe alles miterlebt, über meine tante, die nach gescheiterter flucht im frauenknast hoheneck war, bis zu meiner mutter als sie einen ausreiseantag gestellt hatte. schickanen,besuche der stasi ,ständige besuche beim ministerium des innern (ich mit 15 jahren!) bis hin zum arbeitsplatzverlust meiner mutter.
ich selbst hatte noch das glück die EOS (erweiterte oberschule zum abitur) mit zu erleben. aber was ich da erleben musste, wenn man nur etwas von der systemtreue der ddr abwich, war das letzte. meine "probleme mit der friedenssicherung" weil ich nicht freiwillig 3jahre armeedienst machen wollte habe ich noch gut im ohr. eine gläubige mitschülerin die von der direktorin vor den gesamten schülern auf dem hof fertig gemacht wurde, weil sie sich aus glaubensgründen weigerte, bei der zivilverteidigung eine uniform zutragen und eine gasmaske unter tränen aufsetzen musste.
die politische drangsalierung und immer schiss davor zuhaben seine meinung öffentlich zusagen, das hat mich am ende am meisten angekotzt.und ich war froh das ich dann die ddr verlassenhabe.
selbst der sogenante westliche egoismus und die konsumjagd der west-jugendlichen, wie ich ihn dann im westen erlebt habe, war mir beiweitem lieber also dieser zwangstaat, in dem jeder ein doppelleben führen musste um weiterzukommen; und wenn er den mund aufmachte sehr hart die folgen für seine zukunft zuspüren bekam.
soweit zur schönen ddr. und ich gebe zu, ich erinner mich gern, auch heute mit meinen ost-kollegen an die liebgewordenen sachen der alten ostprodukte. weil es meine erinnerungen wachhält. genauso wie dieser echt schöne film. danke an die filmemacher |
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 | andre am 18.02.03 um 16:16 Uhr |
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Sicherlich war das wesentliche Merkmal (was sollte das überhaupt sein ?) der DDR nicht die Angst, aber wer diese Dinge schlichtweg mit dem Wort "Schwachsinn" abtut, verkennt die Realität.
Wer sich ernsthaft mit der Geschichte befasst, oder ein freiheitsliebender Mensch ist, weiß, wie schnell man in der DDR in Konflikt mit "der öffentlichen Hand" geriet, schon wenn es um Musik, Klamotten oder ähnliches ging. Ich vermisse, wie einige andere auch, eine sachliche Diskussion in diesem Forum. Man sollte zwar nicht alles so ernst nehmen, aber, wie gesagt, nicht nur Zetti und Vita-Cola waren die DDR ... |
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 | PKZ210471400449 [big31@genion.de] am 18.02.03 um 15:19 Uhr |
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Leider habe ich den Film noch nicht gesehen, möchte aber eines aufgreifen, was hier bereits diskutiert wurde. Die DDR im Nachhinein als "nicht so schlimm" zu bezeichnen, stolz darauf zu sein, in ihr gelebt zu haben und sich heute deshalb nicht zu verstecken - das alles ist natürlich gut und richtig. Dennoch hat die Geschichte des Arbeiter- und Bauernstaates leider ihre z.T. verbrecherischen Seiten. So wurden Anfang der 50er Jahre Tausende Besitzer von Hotels und Pensionen während der "Aktion Rose" einfach enteignet. Kleinste Gründe, wie das Hören des RIAS oder das Nichttragen des "Blauhemds" haben jungen Leuten beachtliche Scherereien gebracht, inkl. Verhaftungen und Verhöre bei "Horch und Guck". Wissen wir denn nicht mehr, dass die 60er eine Doktrin mit sich brachten, die jedem, der zu nah an die Grenze kam, mit der Schusswaffe drohte? Es war halt verboten, sagte Michael Gwisdek kürzlich in einer Talk-Show. Man habe damit rechnen müssen, zu sterben - welch ein Zynismus; damals wie heute. Wollen wir uns nicht mehr kümmern um Tausende, die in den U-Knästen der Stasi oft monatelang ohne jedes Urteil gesessen und gelitten haben? Es ist nicht mehr hip, darüber zu sprechen und witzig ist es leider schon gar nicht. Bitte nicht falsch verstehen: ich habe sicher Spaß an dem Film und ich freue mich drauf, ihn zu sehen. Ich bin keine FRÖSI-Bremse (FRÖSI= Fröhlich sein und Singen).Ich kann gut verstehen, dass wir die bedrückenden und beengenden Erfahrungen der DDR los werden wollten und wollen, dass wir uns lieber an Tütenmilch und Zetti erinnern. >Doch das sind eben nur die Äußerlichkeiten. Gerade von "unseren Menschen" -auch hier im Forum hätte ich gern mehr Hintergründiges gelesen. Mehr Hinsehen und "zwischen den Zeilen lesen". Das zu können nämlich, ist "unser Vorteil" für die Zukunft.
Freundschaft!
PKZ2104400449 |
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 | Jürgen [juergen@web.de] am 18.02.03 um 13:51 Uhr |
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Ich habe 40 Jahre in der DDR gelebt und bin froh das es sie nicht mehr gibt.Viele Menschen widern mich aber nur noch an.Sie sehen die Chancen nicht die ihnen die Welt heute bietet.( Nicht nur Deutschland)Alles haben wollen und die DDR preisen.Naja dachte ich die sterben irgendwann weg,aber das schlimme ist,die Kinder von denen werden genau so.Haben wir reichlich in der eigenen Verwandschaft.Übrigens von den SED -Bonzen die Kinder und Enkelkinder predigen reichlich rechte Scheisse und Wortattacken gegen Ausländer.Die kommen nach Deutschland lernen die Sprache und bauen sich ein Haus.Warum schaffen dass viele nicht die in Deutschland geboren sind? Weil wir nicht alle gleich sind und es Dumme,Schlaue ,Faule und Fleißige gibt.Und die Dummen und Faulen haben wir im Osten mit durchgezogen. Die haben den selben Lohn erhalten wie der,der fleißig war.Die ganz faulen waren bei der Stasi,bei der Polizei oder der Armee .Die Krönung waren die Parteisekretäre,arbeitsscheues Gesochs.Das sind ja jetzt die Leute,die 2000 Mark oder 1000 Euro Rente erhalten und den ganzen Tag nur jammern und hetzen.Habe selber Onkels und Tanten,die zusammen 2200 Euro Rente erhalten und behaupten mit der DDR-Rente wäre es ihnen besser gegangen.Mich erreicht dieser Blödsinn nicht,aber die Jugend wird nicht ausgiebig aufgeklärt,wie es wirklich war und so bereiten diese SED Sozialfaschisten und heutigen Sozialschmarotzer den Nährboden für ihr nächstes Sozialismusexperiment durch Geschichtsverfälschung und verkehrte Darstellung der Verhältnisse in der DDR.Selbst Wissenschaftler experementieren mit Ratten,SED-Bonzen wollen wieder mit uns arbeiten. Seien wir auf der Hut.Ich weiss, dass jetzt viele denken,der weiss doch nicht wohin mit seinem Hass. Richtig und der wird nicht kleiner,weil die DDR Verbrechen nicht aufgearbeitet wurden und die ehemaligen Bonzen ihre Schnauze schon wieder so weit aufreissen. Sie sehen die Saat aufgehen,die sie 40 jahre lang in den Köpfen abgelegt haben. |
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 | Tommi am 18.02.03 um 12:41 Uhr |
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Hey, das Quarkkeulchen ist doch kein Gebäck, das ist eine sächsische Spezialität, hat doch nichts mit dem Osten im allgemeinen zu tun, gibts mit sicherheit schon viel länger, ist vergleichbar mit Kartoffelpuffer, nur das der teig mit Quark zubereitet wurde. Ansonsten kann man ja gleich auch noch Pfannkuchen (Berliner), Lerchen (Gebäck, aus Leipzig), Eierschecke (Kuchen)etc. hinzufügen.
Und das geht alles nicht, da man ja nicht einfach die Spezialitäten der Regionen als ddr-typisch bezeichnen kann. |
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 | Christian am 18.02.03 um 00:31 Uhr |
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Ich bin sicher, Hr. Becker hätte seine wahre Freude an diesem Forum. Der Film ist provokant, immerhin handelt es sich hier um Klischees, die auf die Schippe genommen wurden. Dazu sind Klischees da, und wenn jemand nur ein Fünkchen Humor besitzt, dann muß er doch auch über sich selbst lachen können. (Wobei angemerkt werden muß, dass auch der Westen ein wenig verarscht wird) Wenn ich mir eine Komödie mit dem Titel GOOD BYE, LENIN ansehe, dann weiss ich doch was mich erwartet. Es ist nun mal eine Komödie, und es liegt manchmal in der Natur einer Komödie sich über irgendetwas lustig zu machen, über eine Person, eine Situation, eine Gesellschaft, eine Zeitgeisterscheinung, über einen anderen Film, Nachrichtensprecher, Politik, Politiker, Ideale und auch Klischees. Auch wenn sich manche hier verarscht fühlen, dann liegt das an ihnen selber, wenn alles nicht so doll war, wie hier dargestellt, dann freut euch doch !
Wie in diesem Forum schon des öfteren erwähnt ist diese Ost-West-Feindschaft nicht nur ä weng angstaubt, sondern wirkt auf mich reichlich lächerlich. Ich bin 19 und mache dieses Jahr mein Abitur. Ich habe Geschichte-Leistungskurz und wir behandeln gerade: Wer kanns erraten: Die 'DDR'
Ich war damals zu jung um zu verstehen, was die DDR war, der Mauerfall war nur irgendetwas über das sich meine ganze Familie gefreut hat, so habe ich mich als damals kleiner Bub mitgefreut. Ich habe die DDR nie wirlich bewusst miterlebt: Für mich ist die Zeit der SBZ, der SED usw. GESCHICHTE. Ist nun mal so. Und auch Komödien dienen hin und wieder mal zur Geschichts-Aufarbeitung. Gerade für ehemalige DDRler. Wie viel Zeit muß denn vergehen, damit OSTler auch über solche Filme lachen können. Witzig gemeintes anfrotzeln kann man die hier geäußerten Kommentare oft nicht mehr nennen, für mich hat sich nie die Frage gestellt, ob jemand Ossi oder Wessi ist, und das hängt nicht damit zusammen, dass die heutige dt. Jugend keine Ahnung von der eigenen Geschichte hätte, sondern einfach damit, dass diese Zeit vorbei ist. Wenn sich jemand so aufregt wie Hr. 'Egal', dann macht er auf mich doch sehr den Eindruck, daß er sich persönlich angegriffen fühlt. Wie er meint, sein Recht. Ich finds lächerlich, und den Film find ich gut. Scheinbar muß man jünger sein, um mit der DDR fertig zu werden. |
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 | Monique [heuschreckenplage@freenet.de] am 18.02.03 um 00:00 Uhr |
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Autsch! Das tut ja weh! Warum keift ihr euch so an?!? Gut, ich werde den Film erst morgen sehen, aber ist er denn wirklich so schlimm? Ich bin ein Ossi in Hamburg und mache aus meiner Herkunft kein Geheimnis. Mir tun die Leute echt leid, die immernoch Probleme mit uns haben bzw. die Spezies, die uns sagen wollen, dass alles schlecht war. Ich war zwar erst 11 als die Mauer fiel, weiß aber einiges aus Erzählungen meiner Familie, die sich nie hat das Maul verbieten lassen, obwohl sie nicht in der Partei war und obwohl die Stasi im Haus war und uns das auch spüren lassen hat. Das Ganze ist Geschichte. Für manche mit einem lachenden, für manche mit einem weinenden Auge. Wir müssen dies so akzeptieren, wie es ist/war. Ändern können wir es eh nicht. Also laßt euren Frust woanders ab - z. B. an einem Sandsack. |
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 | y1k [y1k] am 17.02.03 um 21:57 Uhr |
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hab da noch was an TYPISCH OST erinnert.
Club-cola, Vita-cola, fifty-fifty (EVP:0,70 M; Tafel Schokolade, klein, 50%halbbiter, 50%Vollmilch)
1 Einweckgummi (0,02 Pf) Eine Tüte Erbsen (EVP:0,45 Pf)Damit ham wir früher...Hat ganz schön wehgetan...
Frische Rahmbutter (Ich glaube EVP:1,75 M)Flasche Milch (nicht homogenisiert und ultrahocherhitzt und garantiert nur 1 Tag haltbar in der klassischen mehrwegform 0,32 Pf (+20 Pf Pfand). Ich habe noch Busfahrscheine, 8 Fahrten für 0,95 PF !!!! Und dieser Weiß-Blaue einheitsdress im SPORTUNTERRICHT mit den ESSENGELDTURNSCHUHEN !!!(Die kostetetn wie eine Woche SCHULSPEISUNG 2,75 M)
Dann gab es noch kürzel wie: NSW. Falls nicht bekannt: Nicht Sozialistisches Wirtschaftsgebiet, hat mir n paar Probleme bei der Berufswahl beschert, aber
schwamm drüber... |
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