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 | oje am 10.03.03 um 14:18 Uhr |
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Aber,aber Kinder.....
Da wollen doch tatsächlich einige die Mauer wiederhaben? Ich kanns nich glauben. Die brauchen wir doch gar nicht....Sollten da einige vergessen haben, dass der Trend eher raus aus der DDR war und nicht rein?
Wie wär's denn mit einer Art Reservat für die DDR? Irgendeinen alten Truppenübungsplatz 3m hoch einzäunen, Selbstschussanlagen anbringen, einen Wassergraben drumrum und fertig ist das Ostalgie-Reservat. Ostprodukte in die HO-Läden, ein paar Spitzel, die aufpassen, dass die Einwohner nicht doch heimlich coca-cola trinken, ganz einfach. Freiwillige Einwohner würden sich genug finden (scheint mir), Arbeitsplätze wären auch vorhanden und jeder (der mag) könnte für ein paar Tage dieses Paradies aufsuchen (natürlich gegen Eintritt - wie war das damals noch? 20 DM pro Person und Tag zuzüglich 130 DM pro Übernachtung). Nur wer einmal als Angestellter fest dort wohnt, darf nicht wieder raus. Macht ja auch nichts, wollen wir ja auch gar nicht!!!
Na, wie wär's, wer macht mit?
Alles wird gut. |
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 | Torsten [totti@gmx.de] am 10.03.03 um 08:28 Uhr |
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Hallo Ihr lieben,
für mich als "Ossi", der zur Zeit der Wende gerade seine Jugendweihe hinter sich hatte, ist dieser Film sicherlich ein Medium was längst vergangene Erfahrungen, Eindrücke und gefühle wieder hervorholt. Sicherlich hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht und bin auch zwischendurch an manchen Stellen etwas enttäuscht von dem Film. Aber vielleihct ist das meine Mentalität, weil ich durchaus mitbekommen habe wie es war. Denn wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre, dann sehen die "Ossis" den Film zwar als nettes Event an, betrachten ihn aber kritisch und der "Wessi" ist hellauf begeistert da er in das, was er nicht real erleben durfte - auch viele keine Vorstellung hatten von den Abläufen - nun für 90 Minuten eintauchen darf und das Gefühl vermittelt bekommt wenigstens kurzzeitig ein Teil zu sein.
Tja und an die Macher der Homepage und besonders das "Ostbegriffe"-Lexikons:
Ihr solltet Euch vorher etwas schlauer machen, denn Begriffe wie "abkindern" sind sowohl mir als auch den wesentlich älteren DDR-Bürgern nicht bekannt. Und der Ausdruck "Knast haben" ist kein Ossi-Slang sondern eine Berliner, wen nicht sogar Brandenburgische oder Preussische Mundart, sozusagen Dialekt.
Es wird halt immer wieder versucht uns Begriffe in den Mund zu legen die es nie gab. Bestes Beispiel ist der der Duden (die ersten Ausgaben nach der Wende). Dort stand drin dass wir "Ossis" angeblich das Wort Broiker für ein Bratkaninchen verwendet hätten (in Adaption zu Broiler für Grillhähnchen). Tja meinem bekanntenkreis ist dies ebenfalls unbekannt.
Aber genug des Meckerns, sehenswert ist der Film. Nur halt das Drumherum (WebSite etc.) sollte sorgfältiger recherchiert werden. |
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 | Heiko am 09.03.03 um 23:36 Uhr |
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Hallo,
Danke für diesen einwandfrei gelungenen Film! Es ist ein Wechselbad der Gefühle: Grad noch am Lachen über die Eingaben von Alex’ Mutter, hat man auf einmal nen Kloß im Hals bei den Prügelszenen vom 7.Oktober. Solche Bilder jagen mir immer noch dieselben Schauer über den Rücken wie damals, als man nicht wusste was noch passieren wird in diesem Land. Besonders nahe gingen mir die Schlußsätze von Alex und die Rede von Siegmund Jähn. Würde dieses kleine Land noch existieren, wenn man es klüger, weitsichtiger, toleranter regiert hätte?! Hätte es überhaupt ne Chance gehabt, oder wäre nicht sofort der große Exodus ausgebrochen?!
Als die Wende kam, war ich 18. 1971 in nem kleinen Kaff bei Dresden geboren, war es für mich eine normale Sache, dass es zwei deutsche Staaten gab. Ich hab die DDR nicht sonderlich gemocht, denn es nervte einfach, dass man nicht reisen konnte, dass es keine offenen politischen Diskussionen gab und es zwischen Rostock und Suhl oft recht spießig und piefig war. Auf der anderen Seite aber stehen eine sorglose Kindheit, und dass man zumindest teilweise das Gefühl hatte, dass es noch um anderes ging als nur um materielle Werte. Irgendwie wird sie mich immer verfolgen. Mittlerweile bin ich seit anderhalb Jahren im Westen (wegen Job), und je mehr Jahre vergehen, desto irrealer scheint die Erfahrung DDR. Doch es ist das Land, in dem man groß geworden ist, was man gehasst und geliebt hat und das einem nie egal sein wird ...
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 | MF [mf49811@yahoo.de] am 08.03.03 um 18:55 Uhr |
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Gott bei Lenin,
ein Film, den nur ein Wessi so in Regie bringen kann. Ein Minister der diesen Film als Geschichtsbeitrag
für Schulklassen empfiehlt, kann nur ein Bedauern entlocken. Mit DDR-Geschichte hat dieser Film nichts tun.
Die DDR - Geschichte mit dieser Tragik einer Krankheit zu vermischen:= Volksverblödung!
Es ist für jeden was dabei:den dummen Ossi, den dummen Wessi, dem Samariter, dem ....!
Ich sage da nur: Geld, Geld Geld!Geld!......
Plakative Sequenzen; Osttalgie;
Aha-Effekte für den Wessi;
Eine Story die eine Lüge ist!
Schade, hoffentlich findet sich ein Ossiwossi der DDR-Regie kennt.
Sehenswert: nein!!!
Auf dem Nenner gebracht: "Die
DDR war ein insich selbstzerstörendes System" und 1989 war die Substanz verbraucht.
Demnächst ist die Substanz der BRD verbraucht! Da kann ich hur sagen: Gott bei SPD/CDU/FDP...Marktwirtschaft???? Marx lässt Grüßen!!!!
Und was bin ich eigentlich: ein Ossi? ein Wessi? ein Wossiossi, ossiwossi, WOSI,
Ostelbiger, Oderwestlicher?
Ich weiß schon nicht mehr.
Aber ein Europäer bin ich bestimmt.
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